Festplattenpartitionierung - Verfasst am 18. April 2005
Auf vielen PCs und Laptops mit vorinstalliertem Betriebssystem ist die Festplatte nicht partitioniert, d.h. Sie haben eine einzige Partition mit vielleicht 80 oder 120 GB.
Es gibt verschiedene Gründe, diese Festplatte aufzuteilen (zu partitionieren). Vielleicht möchten Sie ein weiteres Betriebssystem installieren oder Sie möchten Ihre Daten von den Betriebssystemdaten trennen oder für jedes Familienmitglied eine eigene Partition anlegen. All dies sind schon gute Gründe. Ein weiterer ist, dass im Falle eines Festplattendefektes nur die Partition mit dem defekten Sektor nicht mehr lesbar ist und Sie wenigstens die anderen Daten noch retten können.
Was nun auch immer der Grund sein mag, bevor Sie eine Festplatte partitionieren, müssen Sie zuerst einmal wissen, wie eine Festplatte aufgebaut ist und was eine Partition eigentlich ist.
Eine Festplatte besteht aus mehreren Scheiben, deren Beschichtung magnetisiert werden kann. Über Schreib-Lese-Köpfe ist eine Speicherung von Daten auf dieser Beschichtung möglich. Es gibt für jede Plattenseite einen Kopf. Alle Köpfe sind an einem Arm befestigt, dieser wird zwischen den Scheiben bewegt.
Beim Formatieren einer Festplatte werden sogenannte Sektoren á 512 Byte eingerichtet. Jeder Sektor kann einzeln gelesen und beschrieben werden. Die Betriebssysteme fassen allerdings immer zwei Sektoren zu einem Block von 1024 Byte zusammen.
Im ersten Sektor jeder Festplatte ist die Information abgelegt, wie die weitere Aufteilung der Festplatte vorgenommen wurde. Dieser Sektor ist der primäre Bootsektor oder Masterbootrecord.

Eine Festplatte kann maximal 4 primäre Partitionen haben. Da dies oft nicht ausreicht, kann man eine der primären Partitionen (sinnvollerweise die vierte) als erweiterte oder extended Partion anlegen. Diese kann man wiederum in logische Partitionen aufteilen. Hier liegt die Beschränkung unter Windows auf die vorhandenen Buchstaben des Alphabets (wovon A: und B: bereits für Diskettenlaufwerke reserviert sind, und auch das oder die CD/DVD-Laufwerke je einen Buchstaben brauchen).
Um eine solche Partitionierung vorzunehmen, müssen Sie auf ein Programm zurückgreifen, z.B. PartitionMagic von der Firma Powerquest. Damit können Sie vorhandene Partitionen verkleinern, ohne dass die Daten zerstört werden. Weitere Hinweise zum Umgang mit Partition Magic finden Sie im zugehörigen Handbuch.
Machen Sie unbedingt vor einer Partitionierung eine Sicherung ALLER Daten!
Die Laufwerksbezeichnungen in Windows und Linux:
Die oben angezeigte Partitionierung würde in den Betriebssystemen folgende Laufwerksbezeichnungen zeigen:
| Partition | Linux | Windows |
| Name der gesamten 1. Festplatte | hda | |
| 1. primäre Partition (aktiv) | hda1 | C: |
| 2. primäre Partition | hda2 | D: |
| 3. primäre Partition | hda3 | E: |
| erweiterte Partition: | ||
| 1. logische Partition | hda5 | F: |
| 2. logische Parition | hda6 | G: |
| 3. logische Partition | hda7 | H: |